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Unterwegs im Chevy Volt

Ein Jahr hat es gedauert, bis ich „endlich“ den Volt mal richtig fahren durfte. Ganz kurzfristig wurde ich von Chevrolet Deutschland zu einer Testfahrt von Hamburg nach Sylt eingeladen. Und das auch noch bei schönstem Frühlingswetter. Hier mein Fazit nach einigen Stunden Fahrt:

Das Serienmodell sieht hochwertiger aus, als die Prototypen auf der Messe in Genf 2011. Die Verarbeitung ist ohne Schwächen und kommt „wertig“ daher. Die weißen Dekorelemente im Inneren sind stimmig und tragen zu einer heimeligen Atmosphäre bei. Die Sitze sind super, bieten guten Halt, viele Einstellungsmöglichkeit und sind auch für große Menschen ausreichend. Schon nach wenigen Minuten fühlt man sich heimisch. Das „Raumschiff Enterprise“-Cockpit liefert allerlei Informationen die man vermutlich niemals brauchen wird, läßt sich aber intuitiv bedienen. Vorausgesetzt die Bedienung eines Smartphones ist nichts Neues. 😉

Der Wagen ist leise. Im reinen Elektromodus fast beängstigend. Fußgänger muß man immer im Auge haben, da sie einen einfach nicht hören. Im Batteriemodus ist die Beschleunigung beeindruckend. 151PS und 370Nm liefert der Elektromotor. Sobald die Stromfüllung nach ca. 60km aufgebraucht ist, liefert der Generator (1.4l Ecotec Beziner, 86PS, 130Nm, Euro5-Norm) Strom an die Batterie, was die Beschleunigungsleistung etwas reduziert, da für maximale Beschleunigung bei leerer Batterie nicht genügend Strom produziert wird. Trotzdem sind die Werte absolut ausreichend für den Alltag.

Der Testwagen kommt auf 17 Zöllern daher mit Lederausstattung. Steht ihm echt gut. Die Fotos entstanden in Tönning am historischen Hafen, wo ich sofort von Passanten angesprochen wurde. „Das ist doch der Chevrolet Volt, oder? Sieht echt schick aus.“ Stimmt! Einziger Wehrmutstropfen: Der Preis. Über 40.000 Euro muss man sich leisten können, wenn ein vergleichbares „normales“ Auto weniger als die Hälfte kostet. Aber neue Technologien sind nunmal teurer und wenn sich die Technik durchgesetzt hat, wird die Produktion auch billiger. Solange hat man mit dem Wagen einen gewissen „Exklusiven Status“ und das ist in diesem Fall sehr positiv gemeint.

2017-06-04T13:40:35+02:00 28.03.2012|Kategorien: Angetestet, On the road|Tags: , |