//Tesla-Motors: Händler in den USA wollen den Direktverkauf an Kunden unterbinden

Tesla-Motors: Händler in den USA wollen den Direktverkauf an Kunden unterbinden

Kurios. Tesla sieht sich unter Druck durch diverse Autohändler-Vereinigungen. Diese versuchen den Verkauf und Werkstatt-Service direkt an Endkunden durch den Hersteller zu unterbinden. Nun soll eine Petition diese Einschränkung aufheben.

Aus Sicht von Tesla wird damit das Recht des Kunden untergraben, zu wählen wo er sein Auto kauft und warten läßt. Ein anonymer „Tesla-Enthusiast“ hat eine Petition ans Weiße Haus erstellt, um den direkten Verkauf an Kunden in alles 50 US-Staaten zu ermöglich. Dafür müssen bis zum 5. Juli mindestens 100.000 Unterschriften gesammelt werden. 60.000 Unterschriften sind bereits zusammengekommen (Stand 28.06.). Es fehlen also noch 40.000 Unterschriften!

Interesse am aktuellen Stand? Hier ist der Link: White-House-Petition: allow Tesla Motors to sell directly to consumers in all 50 states

Daher hat Tesla-Motors einen offiziellen Aufruf über alle Kanäle gestartet, um die Petition auf den Weg zu bringen. Ich bin gespannt, ob sie es schaffen.

Zum Hintergrund

Ein Artikel der Chicago Tribute zeigt das Problem von Elon Musk.

In nicht weniger als 48(!) der 50 US-Staaten gibt es ein Verkaufsverbot, oder einen eingeschränkten Verkauf. Einige Staaten erlauben den Verkauf durch firmeneigene Läden. In einigen Staaten dürfen Showrooms eröffnet werden, aber ohne eine Verkaufsgenehmigung.

Texas erlaubt nichts davon! Ein Regierungssprecher meint:

„Sie können in einen der beiden Showrooms in Austin oder Houston gehen, aber die Mitarbeiter dürfen Ihnen nicht sagen, was der Wagen kostet. Sie dürfen keine Probefahrt anbieten und dürfen dem Interessierten nicht einmal die Internet-Adresse des Herstellers sagen! Und wenn Sie dann doch irgendwie ein Fahrzeug kaufen, wird er von einer unabhängigen Firma ausgeliefert und der Auto-Transporter darf keine Firmenembleme von Tesla tragen.“

In North Carolina darf zumindest durch Franchise-Partner verkauft werden. In Colorado wurde ein Gesetz verabschiedet, dass die Schließung des Stores in Denver zur Folge hatte. Auf der anderen Seite darf in Illinois ganz normal durch den Hersteller selbst verkauft werden.

Meine Meinung

Ich stelle mir gerade vor, wie so etwas in Deutschland mit unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern aussehen würde. Amerika selbst bezeichnet sich ja gerne als „The land of the free“? Aber das hört sich doch sehr nach Behörden-Chaos an. Obwohl man natürlich auch die Händler verstehen muß.

Würden VW, BMW, Mercedes, etc. nun überall eigene Läden und Werkstätten aufmachen, würden viele „Vertrags-Händler“ aufgeben müssen. Die Konsequenzen einer Rechtsänderung auf US-Ebene könnte also weitreichende Folgen haben.

2018-01-12T20:50:51+02:00 29.06.2013|Kategorien: Technologie & News|Tags: , , |