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Ford F-150 Raptor „The Beast“ by GeigerCars

Was ist Ur-Amerikanisch? Richtig: ein Pickup-Truck. Und das diese „Arbeitstiere“ einem normalen PKW im Komfort in nichts mehr nachstehen, aber trotzdem wie ein Sportwagen unterwegs sein können, beweist der Ford F-150 Raptor „The Beast“ von GeigerCars.

Ich bin aufgewachsen mit den Tuning-Kreationen aus der Werkstatt von Karl Geiger. Insofern bin ich mit Respekt in die heiligen Hallen gegangen und konnte feststellen: Der Chef kümmert sich um alles persönlich und ist ein echter Speedfreak!

Kompetenz kommt von können. Und das zeigt der Showroom. Eindrucksvoll. Als ich wartete, wurde ein Shelby-Mustang ausgeliefert. Das Glänzen in den Augen des neuen Besitzers – einem „harten“ Motorradclub-Mitglied – war wie vorm Weihnachtsbaum. Geiger erfüllt Träume! Und das auch noch bezahlbar.

Bin ich voreingenommen?

Ja! Zurecht? Ja! Warum? Weil ich Autos mag, die unvernünftig sind, nicht der Norm entsprechen und Leistung bis zum abwinken haben. Und genau das kann der F-150 „The Beast“ sein. Das „Ding“ steht vor dem Autohaus. Parkplatzsuche schwierig. Einsteigen: Nur mit Trittbrett möglich. Übersicht: Gut, aber zum einparken sind die Abmessungen nur grob zu schätzen und kein Auto für die Innenstadt. Aber zum Cruisen, als Arbeitstier und für die Kurvenhatz und Autobahn. Geht nicht? Gibt’s nicht? Doch!

Der Innenraum: Man sitzt bequem. Auch für längere Touren. Automatik. Tempomat. Als elektrisch. Klima. Genug Platz, gerade auf der Rückbank.

Ladefläche: Nicht monströs, aber ausreichend. Eigentlich viel zu Schade um ihn zu beladen. Dank Plastikabdeckung aber auch für den harten Einsatz ausgelegt. Anhängerkupplung. Logisch. Das Teil zieht ordentlich was weg. Knapp 3,5t.

Außenansicht: die Fotos sprechen für sich. Groß. Hoch. Breit. Bullig. Ein echter Truck halt.

Der Motor: Von Hause aus mit 6.2l-V8 und 411PS schon nicht schwach auf der Brust, bewirkt die überdimensionierte Luftpumpe (Schrauben-Kompressor) eine Leistungssteigerung auf 572PS bei max. 712Nm-Drehmoment.

So ein Kompressor gibt seine Leistung über das gesamte Drehzahlband ab. Druck steht permanent an. Die Leistungsentfaltung ist daher nicht so spektakulär, wie bei einem Turbofahrzeug, aber doch beeindruckend. Der Kompressor-Sound übertönt dabei den gar nicht laut brabbelnden V8 Motor. Ich mag dieses Pfeifkonzert. Video!

Auch für die Landstraße: Wer glaubt mit dem Truck könne man nicht um die Ecken heizen, der irrt gewaltig. Gut, die Wankbewegungen sind enorm, aber hat man sich daran gewöhnt, legt man die Fuhre geschickt in die Kurve und knallt mit voll Speed durch. Man merkt: Ich hatte Spaß.

Auch für die Autobahn? Ja! Und jeder macht Platz! Wenn das grüne Monster auftaucht, dann erschreckt der normale Autofahrer. Zurecht. Das Tempolimit setzt der Gesetzgeber, oder bei freier Fahrt die Angst des Fahrers. So ein hochbeiniges Monster auszufahren braucht Training und „Cojones“. Bei mir war bei 220 Schluß. Die Geländereifen sind dann doch etwas schlackrig.

Fazit:

99.500 Euro sind kein Pappenstiel, aber für ein Nutzfahrzeug mit Leistungsdaten eines Sportwagens angemessen. Geht es ein wenig unauffälliger? Nein. Besser nicht, denn keiner rechnet im täglichen Straßenverkehr bei so einem Bomber mit diesen Fahrleistungen. Insofern ist es kein Auto für graue Mäuse und seriöse Geschäftsleute. Das Teil fällt extrem auf. Mehr als ein Supersportwagen und doch erheblich günstiger.

» Technische Daten und weitere Infos zu „The Beast“ gibt es bei GeigerCars.de

2017-06-04T13:47:33+00:00 20.07.2015|Kategorien: Angetestet, Featured, On the road|Tags: , , |