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Fahrbericht: Der neue Opel Zafira Tourer

Außen wilder Säbelzahntiger, innen praktisch braver Familien-Van. Der Zafira Tourer soll die ganze Familie glücklich machen. Zum einen muss er die gewachsenen Ansprüche von Familienvätern und Müttern, zum anderen die der Kinder erfüllen. Da wird es dann schon wieder eng. IPod/MP3 Anschluss gibt es. DVD Player, TV-Empfang oder gar ein Playstation Anschluss ist nicht zu haben.

Bloß nicht zu verrückt, der Zafira Tourer ist dann doch eher der Ordentliche, der Solide unter den Familienkutschen. Hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Tourer, und keinesfalls auf Sport. Eine OPC Version ist derzeit nicht in Sicht, und die angebotenen Motorisierungen geben nicht viel Sportlichkeit her. So gibt es die bekannten Zwei-Liter-Turbodiesel mit einer Leistung von 110, 130 oder 165 PS PS. Alternativ sind noch zwei 1,4-Liter-Turbobenziner mit 120 oder 140 PS im Programm. Als umweltfreundliche Variante ist ein ein Erdgas Turbo mit 150 PS Leistung verfügbar. Start-Stopp Automatik ist nun in den meisten Modellen Standard.

Basis-Getriebe ist eine Sechs-Gang-Handschaltung. Die ist, vor allem in den unteren Gängen etwas zu lang abgestuft. Die Sechs-Gang-Automatik erledigt den Vortrieb zwar gefühlt etwas lahmer, vermittelt aber ein kontinuierlicheres Fahrerlebnis. Allerdings gibt es das 6-Gang Automatik-Getriebe nur für die 1.4 Turbo Benziner oder die stärkeren 2.0 CDTI Motoren. Aufpreis für die Automatik, beim Benziner bei 1700 Euro, beim Diesel sind es runde 1300 Euro. Das klingt erstmal billig, täuscht aber. Anders betrachtet können es bis zu 8000 Euro Aufpreis werden, da die Automatik nur ab der Ausstattung Edition mit dem starken 160 PS Diesel Motor zu haben ist.

Innen hat Opel das eh schon gute Sitzsystem konsequent weiterentwickelt. Hier gibt es nun Flexibiltät bis zum geht nicht mehr. Da lässt sich sogar der mittlere Sitz zusammenfalten und vom Sessel zur Armlehne umfunktionieren. Laderaum steht gradezu verschwenderisch zur Verfügung. Je nach Sitzbelegung gehen bis 1860 Liter hinten rein. Selbst mit den fünf Standartsitzen sind es noch rekordverdächtige 710 Liter Stauvolumen. Vor allem die riesige Ladelucke dürfte vielen Gefallen, hier lässt sich auch mal eben ein Kühlschrank oder eine kompletter Selbstbaumöbelsatz reinpacken.

Mehr Stauraum, 19 CM längenzuwachs, dafür naturgemäß weniger Ausblick nach hinten. Endlich ist die Rückfahrkamera bei Opel zu haben, selbst die bereits bekannten Sicherheitssysteme wie Tot Winckel Warner oder einem automatischen Abstandstempomat gibt es im Zafira Tourer. Alles gegen Aufpreis, versteht sich.

Staufächer im Innenraum sind ebenfalls reichlich vorhanden, für so manchen Familienvater, der ja in der Regel traditionell für die Autoreinigung außen und leider auch innen zuständig sind, eher viel zu viel Stauraum. Es gibt gefühlte zweitausend Möglichkeiten irgendwelchen Kleinkram zu verstecken, leider gehören dazu auch alte Kleckse, gammlige Wurstbrote oder halb aufgegessene Jogurts. Die so lange irgendwo in der Versenkung verschwinden, bis sie sich durch penetranten Geruch wieder bemerkbar machen.

Nun denn, alles in allem ist der Zafira ein gelungener Familen Van, der sich prima fährt, alle Anforderungen für Mann, Frau, Kind und Haustier erfüllt. Den Einstieg Zafira als Tourer gibt mit dem viel zu schwachen 115 PS Benziner ab 23000 Euro. Empfehlenwert ist entweder der 130 PS Diesel, oder noch besser die 160 PS Diesel Version. Da gehen die Preise dann bei 26 000 Euro los, vernünftig ausgestattet mit Panoramascheibe, Schiebedach, Automatikgetriebe, sieben Sitzen, Navigation und Sicherheitsfahrwerk, sowie Rückfahrkamera kommt der Zafira Tourer locker auf über 40 000 Euro.

2011-10-25T16:30:25+00:00 25.10.2011|Kategorien: Angetestet, On the road|Tags: , |