//Design-Studie: Audi nanuk quattro concept

Design-Studie: Audi nanuk quattro concept

Audi zeigte auf der IAA in Frankfurt das neue Showcar. Ausgelegt als „Crossover“ soll es Hochleistungssportwagen und Geländewagen miteinander vereinen. Für die Sportlichkeit sorgt ein 5-Liter-V10-TDI mit 544PS und 1.000Nm Dremoment. Damit liegt beim Sprint aus dem Stand die 100km/h-Marke nach 3,8 Sekunden an. Also ein Supersportwagen der wenig verbraucht und auch noch geländetauglich ist. Merken Sie was? Das hört sich alles nach Eierlegender Wollmilchsau an. Aber ein Fazit verkneife ich mir bis zum Ende des Artikels.

Das Design des Audi nanuk quattro concept entstand in enger Zusammenarbeit mit den Designern von Italdesign Giugiaro. Ziel: Ein Sportwagen für Rennstrecke, Autobahn, kurvigen Landstraße, Gelände, Sand oder Schnee. Sein Crossover-Konzept verbindet die Dynamik eines Mittelmotor-Sportwagens mit der Vielseitigkeit eines sportlichen Freizeitautos (=SUV).

Der Antrieb

Als Antrieb des Zweisitzers dient ein neu entwickelter V10 TDI, der längs vor der Hinterachse installiert ist. Aus 5,0 Liter Hubraum generiert er 400 kW (544 PS) bereits ab 1.500 1/min und stemmt ein Drehmoment von 1.000 Nm auf die Kurbelwelle. Die Biturbo-Registeraufladung wird über das Audi valvelift system (AVS) geschaltet. Der Einspritzdruck in der Common Rail-Anlage beträgt 2.500 bar. Eine verstärkte Siebengang S tronic – hinter dem Motor platziert – überträgt das Moment auf einen eigens dafür ausgelegten quattro-Triebstrang.

Hier einige Details: Leergewicht ca. 1,9 Tonnen. Höchstgeschwindigkeit 305 km/h. Durchschnittsverbrauch 7,8 Liter Diesel. 22-Zoll-Räder mit 235/50 vorn und 295/45 hinten. Bremsscheiben aus Kohlefaser-Keramik.

Innovatives Fahrwerk

Adaptive Luftfederung mit elektronisch geregelten Dämpfern. Damit läßt sich die Bodenfreiheit in drei Stufen anpassen, bis zu 40mm höher als Normalniveau. Automatisch gesteuert über Streckendaten des Navigations regelt das System das Niveau der Karosserie selbst, auch geschwindigkeitsabhängig. Auf der Autobahn etwa bleibt die Karosserie auch dann abgesenkt, wenn der Audi nanuk quattro concept langsam unterwegs ist. Beim Abbiegen auf eine Schotterpiste wird sie automatisch angehoben.

Ein Technik-Highlight: Die Integrallenkung. Das System kombiniert die Audi-Dynamiklenkung an der Vorderachse, mit einer zusätzlichen Lenkung für die Hinterräder. Dazu werden zwei aktive Spurstangen über Einzelsteller aktiviert.

Wenn der Fahrer bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten lenkt, werden die Hinterräder bis zu neun Grad entgegen den Vorderrädern eingeschlagen. Dadurch verringert sich der Wendekreis aus 10 Meter, zudem wird das Handling agiler. Der Audi nanuk quattro concept lenkt noch spontaner ein und durchfährt Kurven nahezu neutral.

Bei höherem Tempo schlägt das System die Hinterräder bis zu einem Winkel von 2,5 Grad gleichsinnig zu den Vorderrädern ein. Auf der Autobahn liegt das Showcar satter und schnell gefahrene Kurven und eventuelle Ausweichmanöver können mit größerer Gelassenheit absolviert werden.

Mein Fazit

Konzeptautos sollen zeigen was möglich ist. JA, er sieht schick aus und auch der Innenraum überzeugt. Aber mal ehrlich: Ein Supersport-SUV als Antwort auf die automobilen Notwendigkeiten der Zukunft sind doch völliger Unsinn. Und in Bezug auf die technischen Neuerungen: Ein 5-Liter-V10-Diesel für einen 2-Sitzigen Sport-SUV? Kein Hybrid? Und die Integrallenkung? NEU? Das System gab es bereits beim Honda Prelude in den 90er Jahren. Damals hieß das 4WS = Four wheel steering. Mein Vater hatte so einen Wagen. Also ich hätte mir da etwas mehr von dem Wagen erwartet.

2018-01-12T20:50:50+02:00 01.10.2013|Kategorien: Technologie & News|Tags: , , |