AUTO Blogger

Bridgestone Ultimate Adrenalin Experience

Ascari Racetrack. Süd-Spanien. Driften. Die Einladung hörte sich verlockend an, also schnell zusagen, bevor die Plätze weg sind. Bridgestone lud zur „Ultimate Adrenalin Experience“ ein und 60 Blogger aus verschiedenen Ländern Europas folgten dem Aufruf. Dies sollte der erste spezielle Event für die „neue Art von Medienvertretern“ sein.

Anreise Freitag. Event Samstag. Abreise Sonntag. OK, also 3 Tage unterwegs. Da waren meine Erwartungen natürlich hoch, gerade bei so einem Event-Namen. Zu hoch? JA. Leider. Es ging eigentlich um die Vorstellung des neuen Adrenalin RE002. Artikel hier.

Aber der Reihe nach: Die Anreise gestaltete sich problemlos. 3 Stunden Flug ab Hamburg. Dann allerdings schonmal 1 Stunde Busfahrt zum Hotel. „Kempinski Hotel Bahia“. 5 Sterne. Typisch für Presse-Events. Nur vom Feinsten. Notwendig? Natürlich nicht. Nach einigen Stunden „Erholgungspause“, dann ein Abendessen in großer Runde. Leider nicht gemischte Gruppen, sondern „Ländertische“. Super leckere spanische Spezialitäten. Leider viel zu viel, um alles zu probieren. Mein Magen hat nach der dritten Nachtischrunde gestreikt und damit war der Abend vorzeitig zu Ende. 😉

Das war gut so, denn ausgeschlafen ist so ein Tag auf der Rennstrecke besser zu überstehen. Am morgen erwartete uns dann schlechtes Wetter. 16 Grad am Hotel. Allerdings ging es dann für 1,5 Stunden in einen Bus durch die Berge. Die Strecke wäre ich gerne selbst gefahren. Und warum das Hotel so weit weg vom Track? Egal. Angekommen auf der Rennstrecke ein kurzes Briefing, Aufteilung auf mehrere Gruppen. Gelbe Gruppe: Deutschland. Und zwei Engländer dazu. Warum nicht gemischt? Egal. Schönes Wetter? Fehlanzeige. 6 Grad. Strömender Regen. Dafür konnte Bridgestone natürlich nichts, aber richtig warm angezogen war kaum jemand. Da half auch die „Werbegeschenk-Jacke“ nur wenig. Außer Kollege Axel Griesinger, waren alle zu luftig angezogen.

1. Programmpunkt: Slalom im Audi TT mit Bridgestone Adrenalin RE002 Reifen. DSG und Schalter-Version. Jeweils 3 Durchgänge. Dann Fahrerwechsel. Und am Schluß noch einmal auf Zeit = „Challenge“. Stunde vorbei. Next.

2. Programmpunkt: Mitfahrt im Audi TT Quattro auf RE002 über einen Großteil der Strecke mit „Blogger-Contest“. Wer schafft es während der Fahrt auf dem Laptop den längsten Text zu schreiben. Albern. Dann nochmal ohne den Laptop fahren. Nett mit dem Fahrer unterhalten. Selbstfahren? Fehlanzeige. Next.

3. Programmpunkt: Buggy´s mit Motorradmotor durchs Gelände. Auf Grund des Regens: Nur eine kurze Runde über eine Kopfsteinpflasterstrecke. Zweite Runde. Fehlanzeige. Ernüchterung macht sich bei mir breit. Es ist kalt. Alle frieren. Next.

Mittagessen. Lecker. Aufwärmen. Weiter im Programm.

4. Programmpunkt: Audi A3 mit Potenza-Tourenreifen und mit Adrenalin RE002, um einen kleinen Teil der Strecke. Fahrzeuge sind Mietwagen mit 1.8 Liter. Jeweils zwei Runden mit den unterschiedlich Reifen. Instruktor mahnt zur Vorsicht. Bitte nicht übertreiben. Unterschied auf nasser Strecke: Merkbar. Mein Adrenalin-Pegel: Geht gegen Null. Next.

5. Programmpunkt: Golf 7 Mietfahrzeuge auf „Nasser Strecke“ auf einem kleinen Parkplatz neben der Strecke. Kurze Gerade, Linkskurve, Slalom. Tourenreifen und Sportreifen. Permanentes Aquaplaning und die Regelsysteme blinken ununterbrochen. Unterschied der Reifen: Spürbar. Ausreizen eines Limits? Fehlanzeige. Schalte innerlich ab. Andere haben ihren Spaß. Mein Adrenalin-Pegel: Nicht mehr messbar. Next.

6. Programmpunkt: „High Speed Adrenalin Ride“. Coole Fahrzeuge: „Radicals“ über die ganze Strecke. Einmal. Reinzwängen. Mitfahren. Bis knapp 200 im offenen Rennwagen. Hatte ich in der Formel BMW auf dem Nürburgring schon, damals aber selbst gefahren. Mein Adrenalin-Pegel: Sub-Zero. Next.

7. Programmpunkt: Besuch der „heilgen Hallen“ mit den Rennfahrzeugen und Track-Tools der zahlungskräftigen Mitglieder und des Besitzers des Clubs. Nett. Einige Fotos gemacht. Das war´s dann mit dem Programm.

8. Programmpunkt: Abendessen ab 19 Uhr. War lecker. Siegerehrung der besten Slalom-Fahrer. Siehe Punkt 1. Mir wurscht. Will nur noch zurück ins Hotel. Um 22 Uhr: Aufbruch. 1,5 Stunden Serpentinen im Bus bei Nacht und strömendem Regen.

9. Programmpunkt: Einige Drinks nehmen, um meine Enttäuschung herunterzuspülen und um 3 Uhr ins Bett.

Am Sonntag: Frühstück. 1 Stunde Busfahrt. Ab mit Air Berlin nach Hause.

Hier das offizielle „Promotion-Video“ vom Event:

… und meine Bilder, gemischt mit offiziellen Bridgestone-Pressefotos (Dateiname enthält ein „PR“):

MEIN FAZIT
Ich bin enttäuscht. Das liegt aber daran, dass ich schon viele Events mitgemacht habe und weiß, wie man es hätte besser machen können. Die Crew von Bridgestone ist offen für Kritik. Mal sehen wie offen. 😉 Zumindest konnte ich zwei Tage dem Schnee in Hamburg entfliehen, das Essen war lecker und die Jacke ist perfekt für den Alltag. DANKE Bridgestone! Und zum Driften, werde ich mir wohl ein passendes Auto besorgen müssen. 😉

Und hier noch die Berichte von den Kollegen: Stefan Maaß, Sebastian Bauer und Evo-Cars.

Die mobile Version verlassen